Tag 4
MittwochMai2011 06:41
Die große Reise – Teil 4
Die dritte Nacht verläuft super- so ruhig schlafe ich nicht mal Zuhause. Wir wecken alle um sieben Uhr, das Aufstehen verläuft ohne Schwierigkeiten. Es ist unser zweiter Tag in der Schule. Das Eis ist bereits angebrochen, man kennt sich schon, weiß wo man sitzt, unsere Kinder kennen die Begrüßungsformeln aus dem Effeff. Wir machen eine Türkischstunde mit, es wird gelesen, das Thema ist Freundschaft und Ausgrenzung, anhand der Bilder können unsere Kinder nachvollziehen, worum es geht. Danach spielen beide Klassen auf dem Hof zwei Spiele, die unsere Kinder aus dem Sportunterricht kennen, „Mendil tutmak“ (das Taschentuch fangen) und Chinesische Mauer. Dadurch ist das Eis endgültig gebrochen, die Partnerkinder sind unglaublich offen und stecken unsere damit an. Die Gruppe verstreut sich auf dem Schulhof, hier malen welche mit Kreide, dort gibt es die ersten Versuche eines gemeinsamen Fußballspiels, da gibt es Klatschspiele. Der Austausch ist rege, wo die Sprache nicht reicht, helfen Hände und Füße, neue Worte werden gelernt oder gefestigt. Wir großen halten uns bewusst im Hintergrund.
Als wir zum Mittagessen gehen, fragen einige Kinder, ob denn ihr neuer Freund/ ihre neue Freundin auch mit auf den nachmittäglichen Ausflug kommt.
Tatsächlich fahren am Nachmittag 42 Kinder und acht Erwachsene zu den Tropfsteinhöhlen von Insuyu, Höhlen tief in einem Berg, unglaublich beeindruckend.
Danach fahren wir alle gemeinsam zurück nach Gönen zu einem an einem Berg gelegenen Ausflugs- und Picknicksplatz, der terassenartig aufgebaut ist und viele Spiel- und Freispielmöglichkeiten bietet. Die Kinder spielen alle gemeinsam und miteinander, scheu voreinander ist in dieser Gruppe nicht mehr zu spüren. Ein Mädchen, das gestern noch sehr schüchtern war, sagt zu ihrer neuen Freundin: „Burası cok güzel!“, und zu Herrn Aydal: „Ich kann jetzt türkisch sprechen!“ Diese kleinen Erfolge sind wundervoll. Am Abend sagen uns unsere Kinder, dass ihnen der Austausch mit den Partnerkindern Spaß macht. Auf die Frage, was ihm denn heute gefallen hätte, sagte ein Junge „Die Partner.“ (und das, obwohl er ein Mädchen als Briefpartner hatte :-))
Die Kinder berichten uns aber auch, dass die vielen anderen Kinder der Schule, die natürlich auch neugierig auf uns sind, sie überfordern. Darauf werden wir reagieren, die Pausen sind ohnehin sehr kurz (zehn Minuten).
Wir lernen hier, dass Spontanität ein unbedingter Bestandteil der türkischen Kultur ist, wir haben unsere Fixpunkte im Ablaufplan, was sonst noch geschieht, ob wir in diesen Park fahren oder jenen Spielplatz besuchen, das geschieht oft auf die Idee einer Person hin. Den Kindern gefällt es, sie sind entspannt, das ist die Hauptsache.
Heute Abend ist es in den Zimmern ruhig, kurze Fälle von Heimweh werden weniger. Wir sind gespannt auf den morgigen Tag!
Die dritte Nacht verläuft super- so ruhig schlafe ich nicht mal Zuhause. Wir wecken alle um sieben Uhr, das Aufstehen verläuft ohne Schwierigkeiten. Es ist unser zweiter Tag in der Schule. Das Eis ist bereits angebrochen, man kennt sich schon, weiß wo man sitzt, unsere Kinder kennen die Begrüßungsformeln aus dem Effeff. Wir machen eine Türkischstunde mit, es wird gelesen, das Thema ist Freundschaft und Ausgrenzung, anhand der Bilder können unsere Kinder nachvollziehen, worum es geht. Danach spielen beide Klassen auf dem Hof zwei Spiele, die unsere Kinder aus dem Sportunterricht kennen, „Mendil tutmak“ (das Taschentuch fangen) und Chinesische Mauer. Dadurch ist das Eis endgültig gebrochen, die Partnerkinder sind unglaublich offen und stecken unsere damit an. Die Gruppe verstreut sich auf dem Schulhof, hier malen welche mit Kreide, dort gibt es die ersten Versuche eines gemeinsamen Fußballspiels, da gibt es Klatschspiele. Der Austausch ist rege, wo die Sprache nicht reicht, helfen Hände und Füße, neue Worte werden gelernt oder gefestigt. Wir großen halten uns bewusst im Hintergrund.
Als wir zum Mittagessen gehen, fragen einige Kinder, ob denn ihr neuer Freund/ ihre neue Freundin auch mit auf den nachmittäglichen Ausflug kommt.
Tatsächlich fahren am Nachmittag 42 Kinder und acht Erwachsene zu den Tropfsteinhöhlen von Insuyu, Höhlen tief in einem Berg, unglaublich beeindruckend.
Danach fahren wir alle gemeinsam zurück nach Gönen zu einem an einem Berg gelegenen Ausflugs- und Picknicksplatz, der terassenartig aufgebaut ist und viele Spiel- und Freispielmöglichkeiten bietet. Die Kinder spielen alle gemeinsam und miteinander, scheu voreinander ist in dieser Gruppe nicht mehr zu spüren. Ein Mädchen, das gestern noch sehr schüchtern war, sagt zu ihrer neuen Freundin: „Burası cok güzel!“, und zu Herrn Aydal: „Ich kann jetzt türkisch sprechen!“ Diese kleinen Erfolge sind wundervoll. Am Abend sagen uns unsere Kinder, dass ihnen der Austausch mit den Partnerkindern Spaß macht. Auf die Frage, was ihm denn heute gefallen hätte, sagte ein Junge „Die Partner.“ (und das, obwohl er ein Mädchen als Briefpartner hatte :-))
Die Kinder berichten uns aber auch, dass die vielen anderen Kinder der Schule, die natürlich auch neugierig auf uns sind, sie überfordern. Darauf werden wir reagieren, die Pausen sind ohnehin sehr kurz (zehn Minuten).
Wir lernen hier, dass Spontanität ein unbedingter Bestandteil der türkischen Kultur ist, wir haben unsere Fixpunkte im Ablaufplan, was sonst noch geschieht, ob wir in diesen Park fahren oder jenen Spielplatz besuchen, das geschieht oft auf die Idee einer Person hin. Den Kindern gefällt es, sie sind entspannt, das ist die Hauptsache.
Heute Abend ist es in den Zimmern ruhig, kurze Fälle von Heimweh werden weniger. Wir sind gespannt auf den morgigen Tag!